Vienna Film Commission

36. Branchenstammtisch

Dipl.-Ing. Bernhard Bieringer von der Obersten Schifffahrtsbehörde (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) informierte beim 36. Branchenstammtisch der Vienna Film Commission über die Rahmenbedingungen für Dreharbeiten auf Wasserstraßen, insbesondere der Donau und dem Donaukanal.

Sämtliche Dreharbeiten auf dem Wasser, die zu einer Ansammlung von Fahrzeugen oder Schwimmkörpern führen, sowie die Sicherheit und den ordnungsgemäßen Ablauf der Schifffahrt beeinträchtigen, bedürfen einer Dreherlaubnis durch die Oberste Schifffahrtsbehörde. Für Dreharbeiten, die auf einem Schiff/Boot stattfinden, keinen Einfluss auf den Schiffsverkehr haben und keinen Aufbau von Leuchtkörpern benötigen ist eine Dreherlaubnis der Obersten Schifffahrtsbehörde nicht erforderlich. Anträge müssen spätestens sechs Wochen vor dem geplanten Drehtermin eingebracht werden (http://www.bmvit.gv.at/verkehr/schifffahrt/binnen/downloads/antrag-va.doc).

Nach Prüfung des Antrages erfolgt eine Kundmachung an alle betroffenen Behörden entlang des Drehbereiches (Bezirksverwaltungsbehörden, Anrainergemeinden, Schifffahrtsgewerbe, Wasserstraßenverwaltung etc). Diese Behörden sind aufgefordert, innerhalb von vier Wochen eine Stellungnahme einzubringen. Erfolgte keine Antwort innerhalb der vorgegebenen Zeit, gilt dies als Zustimmung zum Antrag. Sollte der/die AntragstellerIn die sechs Wochenfrist nicht einhalten können, steht es ihm/ihr frei, die notwendigen Behördendienststellen selbst zu kontaktieren und eine Zustimmung einzuholen. Die Oberste Schifffahrtsbehörde benötigt nach Erhalt aller Zustimmungen etwa eine Woche zur Erstellung der Drehgenehmigung.

Für eine zeitgerechte Bearbeitung sollte die Anträge so exakt und detailreich wie möglich ausgefüllt werden. Da gilt vor allem für folgende Angaben:

  • Nennung von Datum und Uhrzeit (Angabe von Ersatzdrehtagen ist möglich, ebenso die Bekanntgabe eines Drehzeitraumes während dessen ein oder mehrere Drehtage stattfinden sollen. Der genaue Termin wird dann mit der Schifffahrtsaufsicht koordiniert).
  • Genauer Drehort (mit Kilometrierung und Lageplan).
  • Auflistung der vorgesehenen Sicherungsmaßnahmen (Rettungstaucher etc.).
  • Angabe der eingesetzten Fahrzeuge inklusive Kennzeichen (bestenfalls Übermittlung der Zulassungsurkunde).
  • Detaillierte Beschreibung des geplanten Drehablaufes.
  • Bei Verwendung von Scheinwerfern ist die genaue Position, Leuchtrichtung und Lichtleistung anzugeben.

Kosten: Bescheid rund EUR 20.-/Drehtag, zusätzliche Überwachungsgebühren fallen nach tatsächlichem Aufwand an (Richtwert: EUR 100.-/ Stunde).

Zusätzliche Informationen unter:

www.bmvit.gv.at/verkehr/schifffahrt

www.doris.bmvit.gv.at

Kilometrierung: http://at.d4d-portal.info/

elektronische Binnenschifffahrtskarte: http://www.doris.bmvit.gv.at/de/karten/inland-encs/