Concordia Haus

Das „Concordia-Haus“ zählt zum ältesten und wertvollsten Baubestand Wiens. Die Concordia ist in der Beletage, über ein gesamtes Geschoß mit rd. 390 qm, zur Verfügung stehen der Saal (rd. 140 qm) mit Aussicht auf die historischen Ensembles Bankgasse/Abraham-A-Sancta-Clara-Gasse und Blick auf den Minoritenplatz, der Clubraum (rd. 40 qm), ein Barraum, Sanitärräume, Büros, Lift direkt in die Räum, Gänge sowie ein Innenhof mit Pawlatschen.
„Richt‘ ihnen die Hüttn anständig ein!“
Mit dieser knappen, aber eindeutigen Formulierung wies Bundeskanzler Raab 1957 seinen Minister für Handel und Bauten, Fritz Bock, an, das bundeseigene Gebäude in der Bankgasse 8, das mehr als 400 Jahre alte einstige Palais Teuffenbach im ersten Wiener Gemeindebezirk, für den „Presseclub Concordia“ großzügig zu adaptieren. Zur Eröffnung des renovierten Hauses im November 1958, das seit diesem Tag offiziell „Concordia Haus“ heißt und diese Aufschrift auch über der Hauseinfahrt trägt, kamen – unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit – die Spitzenvertreter der österreichischen Politik.
Die Bausubstanz geht im Bereich der teilweise zweigeschoßigen Kellerräume und des aufgehenden Mauerwerks bis in gotische Zeit zurück. Die beiden Straßenfassaden und das Erscheinungsbild des Hofes sind aber vor allem durch den großen Ausbau im Barock geprägt. – Eine dendrochronologische Untersuchung der Hölzer der Dachstühle hat ergeben, dass die Konstruktion über dem Trakt Schenkenstraße heute noch aus dem Jahre 1529 stammt, jene über dem Trakt Bankgasse aus der Zeit nach der Zweiten Türkenbelagerung 1683.
Grundrisslich besteht das Objekt aus zwei straßenseitigen Trakten, einem an der Bankgasse und einem an der Schenkenstraße, die mit zwei schmalen, gangartigen Bauflügeln miteinander verbunden sind, sodass sich ein kleinteiliger, überaus romantisch anmutender Innenhof ergibt. Der Trakt an der Schenkenstraße ist dreigeschoßig, alle anderen Bauteile besitzen vier Geschoße.

Presseclub Concordia