Österreichisches Filmmuseum

Der in der Nachkriegszeit erbaute, vom Österreichischen Filmmuseum seit 1965 bespielte Filmsaal im Gebäude der Albertina, wurde 1989 von Peter Kubelka als schwarzes bzw. "Unsichtbares Kino" eingerichtet. "Unsichtbar" heißt in diesem Zusammenhang, dass die Architektur selbst in der Wahrnehmung der Besucher vollständig zurück treten soll. Der Raum, dem alle Aufmerksamkeit gilt, ist jener virtuelle Raum des Films, der während der Vorführung auf der Leinwand sichtbar wird.
2003 hat dieser Filmsaal eine grundlegende Sanierung und Neugestaltung erfahren. In der architektonischen Zuspitzung durch Erich Steinmayr und Friedrich Mascher wird das schwarze Kino deutlicher denn je als ein minimalistischer "Prunksaal der Moderne" sichtbar, der ganz auf die unbeeinträchtigte Darstellung und Rezeption des Mediums Film ausgerichtet ist.
Im Sommer 2008 wurde die Bar von der Architektin Gabu Heintl baulich weiter entwickelt. Die Bar ist nun auch vom Albertinaplatz aus einsehbar und öffnet sich dem Stadtraum. Sie lädt nicht nur die KinobesucherInnen zu einem längeren Aufenthalt vor oder nach den Filmen ein, sondern hat bereits ab 10.00 vormittags geöffnet.
Bild: © Bruno Klomfar

© Bruno Klomfar