45. Branchenstammtisch

Beim 45. Branchenstammtisch berichteten Marleen Pirchner, Livia Weiss, Michaela Jungbauer und Jürgen Schwarzmair über Anforderungen zu Drehgenehmigungen bei den ÖBB. Grundsätzlich wird bei Drehanfragen zwischen redaktionellen (tagesaktuelle Berichterstattung) und kommerziellen (u.a. Spielfilm, Werbung) Dreharbeiten unterschieden. In beiden Fällen ist eine Dreherlaubnis erforderlich. Diese ist für tagesaktuelle Berichterstattung in der Regel kostenlos. Ansprechpartnerin hierfür ist Marleen Pirchner. Für kommerzielle Aufnahmen auf Bahnhöfen oder anderen ÖBB-Grundstücken ist Livia Weiss von der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH zuständig. Jürgen Schwarzmair von der ÖBB Personenverkehr AG ist Ansprechpartner für kommerzielle Aufnahmen in Zügen und Bussen der ÖBB.  

Bei Anfragen zu Dreharbeiten sollte eine Vorlaufzeit von mind. 14 Tagen berücksichtigt werden. Diese Vorlaufzeit erhöht sich je nach Aufwand und Komplexität des Vorhabens. Genaue Angaben zu Drehort, Drehzeit, Ersatzterminen, Teamgröße, Technik und Fuhrpark sowie eine ausführliche inhaltliche Szenenbeschreibung sind entscheidend für die Dauer der Bearbeitung. Nach interner ÖBB-Abstimmung wird mit den jeweiligen Bahnhofs- bzw. Liegenschaftsmanagern ein Lokalaugenschein durchgeführt und anschließend ein Vertrag erstellt. 

Dreharbeiten in Zügen sind nur außerhalb der Hauptverkehrszeiten möglich: 

  • Nahverkehr: werktags von 9.00 - 16.00 Uhr sowie ab 19.00 Uhr 
  • Fernverkehr: MO: 12.00-15.00 sowie ab 20.00 Uhr
  • DI-DO: 10.00 – 15.00 sowie ab 20.00 Uhr
  • FR: Betriebsbeginn bis 12.00 Uhr

Aufnahmen außerhalb dieser Zeitfenster erfolgen nach individueller Prüfung. Vorrang hat stets der geregelte Fahrbetrieb sowie die Sicherheit von Fahrgästen, Personal und Filmcrew. Ein Betreten der Gleiskörper bei Dreharbeiten ist zu keiner Zeit erlaubt. Es besteht die Möglichkeit, leere Waggons, die im Regelbetrieb rücküberstellt werden (Railjet-Garnitur auf der Zugstrecke Wien-Villach) für die gesamte Dauer der Strecke für Dreharbeiten zu nutzen. Eine weitere Möglichkeit ist die Ausreservierung eines ganzen Waggons und der Kauf der entsprechenden Anzahl an Tickets. Die jeweiligen Kosten sind von Projekt zu Projekt unterschiedlich. Ausschlaggebend für die Tarifhöhe sind u.a. Faktoren wie die Dauer des Lokalaugenscheins, die Anzahl der Drehorte auf ÖBB-Gelände, sowie die Vertragslänge. Für die Vertragserstellung wird eine Mindestgebühr von 300 Euro Netto verrechnet. Für sämtliche Dreharbeiten in Zügen ist zudem für alle Crewmitglieder ein Ticket für die jeweilige Fahrt erforderlich. Bei kleinen, unaufwändigen Szenen und kleinen Bahnhöfen ist der Preis verhandelbar. Eine Kostenreduktion bei Studenten- und Schülerprojekten ist je nach Projekt und Aufwand möglich.

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