
Gemeindebau Kapaunplatz
Locationnummer: 1200010
Um 1900 erstreckten sich zwischen Nordbrücke und Floridsdorfer Brücke noch regelmäßig überschwemmte Aulandschaften, die erst durch die Donauregulierung 1875 besser nutzbar wurden. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand am nördlichen Kapaunplatz eine Wohnhausanlage als Erweiterung der zwischen 1930 und 1933 von Rudolf Perco errichteten Wohnstadt am Friedrich-Engels-Platz. Die ursprünglich mit 2.300 Wohnungen geplante Anlage musste aus Kostengründen verkleinert werden. Aufgrund der großen Wohnungsnot nach 1945 wurde sie schließlich zwischen 1950 und 1953 nördlich und östlich des Kapaunplatzes mit den Bauten Kapaunplatz 4–6 und 7 erweitert. Die Wohnhausanlage entstand in drei Bauabschnitten auf einem unbebauten Grundstück zwischen Aignerstraße, Griegstraße, Robert-Blum-Gasse und Wehlistraße. Entlang der Straßen liegen Blockrandbauten um einen begrünten Hof, zur Wehlistraße hin fünf Riegelbauten mit Hochwasserschutzböschung. Die fünfgeschoßigen Gebäude mit schlichten Putzfassaden umfassen über 700 Wohnungen. Balkone, Reliefs, eine Pergola und Treppenanlagen gliedern die Anlage zusätzlich. Der Kapaunplatz ist benannt nach Ing. Dr. Franz Kapaun (1851-1929), der Bauleiter und Direktor der Wiener Gaswerke war.



