
Gemeindebau Karl-Wrba-Hof
Locationnummer: 1100011
Der Karl-Wrba-Hof, benannt nach Bezirksvorsteher Karl Wrba, ist eine monumentale Wohnanlage für rund 3.000 Menschen (ca. 1,8 % der Favoritner Bevölkerung) und umfasst 1.048 Wohnungen, Volksschule, zwei Kindergärten, Pensionistenclub, soziale Einrichtungen, Geschäfte und medizinische Versorgung. Das weitläufige Areal zwischen Sahulkastraße, Neilreichgasse, Sibeliusstraße, Vivaldigasse und Kornauthgasse entstand auf dem Gelände einer ehemaligen Kleingartensiedlung in mehreren Bauabschnitten unter der Architekturleitung von Rupert Falkner. Seit der ersten Besiedlung 1981 bestehen Freiflächen, Grünbereiche, Fußgängerzonen und Schulen, wobei die verschachtelten Wege der Anlage ein labyrinthartiges Erscheinungsbild verleihen. Durch die hohen Außenfronten, Flachbauten im Inneren und gelblich-beige Fassaden wirkt der Hof wie eine Burg und trägt daher den Spitznamen „Senfbau“. In den 1970er-Jahren begann der dreistufige Bau der Großwohnanlage an der Sahulkastraße 3–5 mit ursprünglich 1.052 Wohnungen in 35 Stiegen. Unter der Leitung von Rupert Falkner entstand eine monumentale Anlage mit unterschiedlich hohen Baumassen, die durch Reihenhäuser, Flachbauten, Balkone, Loggien und Terrassen gegliedert sind. Die einzelnen Höfe gehen ineinander über und werden durch Durchgänge, Rampen, Stiegen und Arkaden verbunden, während die Haupterschließung und ein befahrbarer Weg Nahversorgung und Durchgang sichern. Das weitläufige Innengelände umfasst Spielplätze, Sportflächen, Grünflächen, Sitzgelegenheiten und eine Tiefgarage. Karl Wrba (1900–1973) begann als Mechaniker, wurde Betriebsrat, Straßenbahnschaffner und Personalvertreter im Betriebshof Favoriten. 1945/46 war er Bezirksvorsteher-Stellvertreter und Gemeinderat, anschließend Bezirksvorsteher von Favoriten. Nach 20 Jahren trat er 1966 zurück, sein Nachfolger wurde Emil Fucik.



