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Gemeindebau Rabenhof

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Locationnummer: 1030008

Municipal Housing
Courtyard
Staircase
Stairs
Housing Complex
1920s
Indoors & Outdoors

Der Rabenhof, ursprünglich „Austerlitz-Hof“, wurde zwischen 1925 und 1928 im 3. Wiener Gemeindebezirk auf dem Gelände der ehemaligen Krimsky-Kaserne mit rund 1.100 Wohnungen und 38 Geschäften errichtet. 1934 besetzte das Bundesheer den Hof während des Bürgerkriegs, wobei es zu tödlichen Kämpfen kam. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Obergeschosse durch Bomben beschädigt. Der Rabenhof ist kein monumentales Bauwerk im Stil Otto Wagners, sondern entstand aufgrund unterschiedlicher Höhen und Bauabschnitte als komplexe Abfolge von Wohn- und Gartenhöfen mit verschiedenen Fassaden, Durchgängen und Stiegenanlagen, wodurch der Eindruck einer geöffneten Festung entsteht. Die Fassadengestaltung mit Gesimsen, Klinkerflächen und architektonischen Details schafft eine eigenständige Atmosphäre mit horizontaler und vertikaler Bewegung. 1987 wurden unterschiedliche Aufzüge und moderne Elemente wie Glasbauteile, schwebende Quader und farbliche Akzente eingebaut, die die Architektur weiter bereichern. In den Höfen des Rabenhofs stehen die Natursteinplastik „Musizierende Kinder“ (1959) von Margarete Hanusch und die Bronzefigur „Tanzende“ (1930) von Otto Hofner. Außerdem zeigen Klinkerflächen, Loggien und Balkongruppen zahlreiche expressionistische Muster und Details, die die Gestaltung der Anlage bereichern. Ursprünglich hieß die Anlage nach Friedrich Austerlitz, wurde aber nach den Februarkämpfen 1934 in "Rabenhof" umbenannt, und dieser Name blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg bestehen.

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