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Gemeindebau Reumannhof

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Locationnummer: 1050005

Municipal Housing
Courtyard
Elevator
Stairs
Staircase
Housing Complex
1920s
Indoors & Outdoors
Elevator

Der von Hubert Gessner entworfene Reumann-Hof mit 460 Wohnungen und 30 Geschäftslokalen sollte ein Symbol des neuen Wien sein und wurde 1926 eröffnet. Er war das erste fertiggestellte Gebäude des Wiener sozialen Wohnbaus. Während des Bürgerkriegs im Februar 1934 diente der Reumann-Hof als Hauptstützpunkt des Republikanischen Schutzbundes und wurde nach Kämpfen von der Polizei besetzt. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage durch Bombentreffer beschädigt. Der Reumann-Hof ist eine monumentale Wohnhausanlage mit überhöhtem Mitteltrakt, deren Architektur vom großstädtischen Baugedanken Otto Wagners geprägt ist. Herzstück der Anlage ist der „Ehrenhof“ mit Wasserbecken, der den Mitteltrakt spiegelt und von Arkaden, Laubengängen und Pavillons umgeben ist. Die Fassade verbindet kubistische Elemente aus dem tschechisch-slowakischen Raum mit französisch beeinflussten, abgerundeten Dachformen. Einheitlich gestaltete rote Metallarbeiten, goldene Details und kunstvolle Materialien machen den Reumann-Hof zu einem Gesamtkunstwerk aus Architektur, Malerei und Plastik. Zahlreiche Majolikatafeln schmücken die Torbögen der Wohnhausanlage und stellen symbolisch verschiedene Handwerksberufe dar. Eine der aus Kostengründen reduzierten Steinplastiken zeigt „spielende Kinder“ am Eingang des Kindergartens. Jakob Reumann (1853–1925) war ab 1919 der erste sozialdemokratische Bürgermeister Wiens und begründete mit der Reform der Bauordnung sowie dem Wohnbauprogramm von 1923 den Wiener sozialen Wohnbau.

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