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Gemeindebau Thuryhof

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Locationnummer: 1090014

Gemeindebau
Innenhof
Stiegenhaus
1920er
Innen- & Außenbereich

Im Zuge der Sanierung des Alsergrunder Lichtentals – ehemals Besitz des Fürsten Liechtenstein – wurde auf dem Areal einer früheren Ziegelei der Altbestand abgerissen. Auf der entstandenen trapezförmigen Baulücke entstand der Thuryhof. Seit seiner Errichtung beherbergt er einen Kindergarten und ein Parteilokal und steht unter Denkmalschutz. Die Architekten passten den Bau an die bodenständige Architektur des Viertels an und bewältigten zugleich ein unebenes Grundstück mit unterschiedlichen Niveaus, wodurch Trakte mit variierender Höhe entstanden. So entstand eine reich gegliederte Anlage mit Höfen, Arkaden und dekorativen Elementen im romantischen, wehrhaften Heimatstil, während die Fassade in der Thurygasse mit Rundbogenloggien und Eckbalkonen modern wirkt. Durch die Überbauung der Fechtergasse wurde eine isolierte Parzelle eingebunden und ein öffentlicher Durchgang geschaffen; bemerkenswert sind die original erhaltenen schmiedeeisernen Gitter, Geländer und Leuchten. Im geschlossenen Hof steht ein massiver steinerner Brunnen von Oskar Thiede mit einem Wasserspeier in Form eines Fischkopfes. An der Außenfassade befindet sich eine vermutlich 1939 angebrachte Skulptur von Alfred Crepaz mit einer Inschrift, die NS-Tugenden wie Pflicht, Treue und Heroismus beschwört. Im Thuryhof lebte der von den Nationalsozialisten hingerichtete Matthias Gall (1893-1944), nach dem der nahe gelegene Gall-Hof benannt ist.

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