
Palais Fürstenberg
Locationnummer: 1010049
Das Palais Fürstenberg mit reicher hochbarocker Fassadengliederung und späthistoristischer Innenausstattung wurde 1702–1707 von Antonio Beduzzi erbaut und in der Art des Johann Lucas von Hildebrandt errichtet. Das Haus wird auch „österreichisches Buchgewerbehaus“ bzw. „Palais Fürstenberg“ genannt. Letzteres weil es von 1882 bis 1892 Wiener Residenz des Fürsterzbischofs von Olmütz, Landgraf von Fürstenberg war. Es wurde 1927 von den buchgewerblichen Verbänden erworben und 1933 von diesen bezogen. Die heutige Ausstattung erfolgte durch den Fürstenerzbischof von Fürstenberg. Die Räume des ersten Stock sind besonders sehenswert. Der Schiedsgerichtssaal ist im Renaissancegeschmack, dunkel und besinnlich ausgestattet. Der daran anschließende Rosa-Salon in Rokoko, licht und freundlich, hervorragend akustisch, war einst das Musikzimmer. Die Bibliothek mit eichenen Bücherschränken und einer Galerie, hat einen echten Barockstuckplafond und einen venezianischen Luster. Das prachtvolle, kunsthistorische wertvolle Haus steht unter Denkmalschutz. Es gehört hinsichtlich seiner ganz besonders schönen Fassade, der reizvollen Ausstattung der Eingangshalle, des plastischen Schmucks seines Treppenhauses und seiner Innenräume zu den schönsten und bedeutendsten Profanbauten der Barockzeit in Wien.



