Jugendbewegungen – Von Mods, Popper, Rockern und Punks
Wien in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren. Die lange Zeit so graue Stadt ist bunter geworden und zeigt ein jugendlicheres Gesicht. Teenager haben prominente Plätze im öffentlichen Raum gekapert, um ihre Reviere abzustecken. Am Donnerbrunnen in der City lungern jeden Nachmittag Dutzende Mods herum, kenntlich an ihren Vespas samt Fuchsschwanz und dem obligaten Parker. Beim „Eissalon“ im noblen Döbling werfen Popper ihre Haartolle aus dem Gesicht und haben ihre Vespas geparkt. Noch bis vor Kurzem lagerten an der Mariahilfer Straße Punks Markenzeichen: die durch das Ohrläppchen gestochene Sicherheitsnadel und die Irokesen-„Frisur“. Mods waren gegen Popper, Popper gegen „Prolos“ und scheinbar alle gegen Rocker. Das politische Spektrum der Gruppen war breitgefächert und reichte von Null (Popper) bis No Future-Totalopposition (Punks).