Tatort "Krähen im Hof"
Im Corvidihof, einem Wiener Gemeindebau, wird Horst Mayer nach einem Sturz aus dem Wohnungsfenster im Innenhof tot aufgefunden. Dass es sich dabei um keinen Selbstmord oder Unfall handeln kann, ist für die Ermittler:innen Charlotte „Charlie“ Hahn und Alex Maleky zwar rechtrasch klar – wer der armen Haut etwas antun wollte, gibt ihnen hingegen gleich im ersten gemeinsamen Mordfall schwere Rätsel auf.
Horsts Ex-Frau hätte möglicherweise Grund sich an ihm zu rächen, nachdem er voreiniger Zeit ihre siebenjährige Tochter zu entführen versucht hat. Abgesehen davon, bei näherer Betrachtung sieht es ganz danach aus, als ob manche der Mitbewohner:innen die Grundlagen des friedlichen Beisammenseins nicht gänzlich verinnerlicht hätten. Leben und leben lassen – offenbar gilt das nicht in diesem Fall!
Alex und Charlie gehen mit einer Mischung auskriminalistischer Beharrlichkeit, Systematik und Bassenatratsch an die Ermittlungen heran und fördern nach und nach eine Reihe beunruhigender Fakten zutage. Manche sind einfach nur tragisch, so wie der Umstand, dass der Tote so einsam war, dass er sich wahrscheinlich sogar über echte Feinde gefreut hätte. Andere Spuren führen in die Vergangenheit, einige der Mieter:innen sind nämlich keine unbeschriebenen Blätter.