Wenn das Licht gefriert
Elisabeth lebt ein beschauliches Leben mit ihrem Mann Friedrich, die Belastung wegen seiner Demenzerkrankung bewältigt sie mit viel Geduld. Sohn Philipp und Schwiegertochter Sarah unterstützen sie, ihre Tochter Valerie dagegen hat sich ein Leben in London aufgebaut. Als Friedrich gemeinsam mit Elisabeth einen TV-Beitrag über den 26 Jahre zurückliegenden Mord an der jungen Anna sieht, spricht er plötzlich über Details, die niemals an die Öffentlichkeit gelangt sind. Elisabeth versucht zu verdrängen, was sie gehört hat. Der Mann, mit dem sie fast ihr ganzes Leben verbracht hat, kann doch nichts mit dem Tod von Anna, der besten Freundin ihrer Tochter, zu tun haben? Aber der damalige, inzwischen pensionierte Ermittler Harald Lorenz hat in der Sendung angedeutet, dass er neue Erkenntnisse hat.
Mit niemandem kann Elisabeth über ihren schrecklichen Verdacht sprechen. Auch nicht mit Friedrichs Bruder Norbert, von dessen Diskothek Anna damals nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Hin- und hergerissen zwischen Verdrängung und dem Wunsch nach Aufklärung beginnt sie zu recherchieren - zum Missfallen von Annas Mutter Monika, die vor dem Mord zu den Freunden der Familie zählte. Elisabeth gerät immer tiefer in einen Strudel von Zweifeln und Verdächtigungen.