PRESSEKONFERENZ 2023
Das Drehaufkommen in Wien lag 2022 wieder deutlich über dem Niveau vor Beginn der Pandemie. Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, zeigt sich sehr zufrieden: „Der Filmwirtschaftsstandort Wien hat die Zeit der Pandemie sehr gut überstanden.“ Wien geht mit neuen Initiativen gestärkt in die Zukunft. „Insbesondere die Rückkehr internationaler Produktionen in die Stadt war 2022 sehr erfreulich“, so Stoisits. Die beiden Netflix-Serien „The Recruit“ und „Criminel“ sowie der Blockbuster „Extraction 2 – Tyler Rake“ und die Amazon-Produktion „Sachertorte“ brachten einen enormen Booster für den Filmstandtort Wien.
„Die Stadt hat im vergangenen Jahr mit dem Vienna Film Incentive und der Planung der Studios am Wiener Hafen wesentliche strategische Schritte gesetzt, um den Filmstandort konsequent und nachhaltig auszubauen und die Rahmenbedingungen für die internationale wie heimische Filmwirtschaft attraktiver zu gestalten“, unterstreicht Veronica Kaup-Hasler, amtsführende Stadträtin für Kultur und Wissenschaft in Wien und betont weiter: „Für die Vienna Film Commission sind damit alle Weichen gestellt, damit sie auch zukünftig ihre hervorragende Arbeit für den Dreh- und Produktionsstandort Wien erfolgreich fortführen kann.“ Geschäftsführerin Stoisits bedankt sich beim Wiener Magistrat und der Stadtregierung für das außerordentlich gute Zusammenspiel bei der konkreten Umsetzung von Filmdreharbeiten, unabhängig davon, ob es sich um heimische, internationale, kleine oder große Produktionen handelt.
2022 wurden 624 Filmprojekte aller Genres und mit unterschiedlich hohem technischem Aufwand zur Bearbeitung bei der Vienna Film Commission eingereicht. Für diese nationalen und internationalen Projekte wurden insgesamt 1102 Anträge um Drehgenehmigungen gestellt, für die die Vienna Film Commission 1103 Empfehlungsschreiben erstellt und an die zuständigen grundverwaltenden Dienststellen weitergeleitet hat. Die Zahl der Drehansuchen und der ausgestellten Empfehlungsschreiben ist damit gegenüber 2021 um rund 15% gesunken. Die Ankündigung des neuen Anreizmodells mit Stichtag 1.1.2023 dürfte dazu geführt haben, dass viele Projekte auf das Jahr 2023 verschoben wurden.
Erfreulich ist die Entwicklung bei den internationalen Produktionen. Hier war wieder ein sehr deutlicher Anstieg von 21 Prozent zu verzeichnen: 162 Ansuchen um Drehgenehmigungen wurden von der Vienna Film Commission für 102 internationale Projekte bearbeitet. Diese internationalen Projekte hatten unterschiedlichen Umfang
Der Filmstandort Wien war insbesondere bei Streamern hoch im Kurs mit Serien wie „The Recruit“, „Criminel“ und dem Blockbuster „Extraction 2 – Tyler Rake“ für Netflix und „Sachertorte“ für Amazon. Auch kleinere Projekte für diverse Online- und TV-Reiseformate haben 2022 nach der Aufhebung der pandemiebedingten Reiserestriktionen wieder ihren Weg nach Wien gefunden. Die meisten Projektansuchen aus dem Ausland kamen aus Deutschland, Großbritannien und den USA, gefolgt von Frankreich, Australien und 22 weiteren Ländern.