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Gemeindebau Goethehof

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Locationnummer: 1220015

Gemeindebau
Garten
Innenhof
Lift
Stiege
Stiegenhaus
Wiese
Wohnhausanlage
1920er
Innen- & Außenbereich
Lift

Der Goethehof war 1934 eine der letzten Widerstandsbastionen gegen den austrofaschistischen Ständestaat. Während der Februarkämpfe wurde die Wohnhausanlage heftig umkämpft. Polizei und Bundesheer beschossen den Goethehof über längere Zeit. Schließlich wurde die sozialdemokratische Hochburg besiegt. Eine Gedenktafel für die Verteidiger wurde erst in den 1980er-Jahren angebracht. Zur Anlage gehörte ein nach dem Montessoriprinzip geführter Kindergarten. Dieser wurde von den Bauhaus-Schülern Friedl Singer und Franz Dicker gestaltet. Teile der modernen Ausstattung wurden 1934 zerstört und 1938 endgültig vernichtet. In den 1990er-Jahren wurde der Goethehof durch die Serie „Kaisermühlenblues“ bekannt. Die Wohnhausanlage zählt zu den sogenannten Superblocks. Sie wurde von mehreren Architekten gemeinsam entworfen. Die einzelnen Bauteile zeigen unterschiedliche architektonische Stile. Die Anlage besteht aus drei großen Höfen. Diese sind durch eine monumentale Fassade an der Schüttaustraße verbunden. Zur Alten Donau hin ist die Anlage offen gestaltet. Zwei konkave Baublöcke begrenzen sie seitlich in Richtung Wasser. Der mittlere Hof öffnet sich über den Haupteingang zum Erholungsgebiet. Im linken Hof befindet sich ein freistehender Kindergarten. Die Architektur reicht von expressiven Klinkerakzenten bis zu sachlich-geometrischen Formen.

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